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Bildband Requiem

Bildband Requiem

Tim Page / Horst Faas
REQUIEM
By The Photographers Who Died In Vietnam And Indochina
Gebunden, Texterläuterungen in englischer Sprache
336 Seiten, Februar 1999
ca. 25 cm x 31,5 cm
Noch drei Exemplare vorrätig!
- ORIGINALVERPACKT -
ISBN 0-224-05058-3
71,50 Euro inkl. 7% MwSt.

In Erinnerung an die 135 Fotografen, die im Indochina- und Vietnam-Krieg ihr Leben ließen.

Das Buch zeigt über 200 Fotos der eindrücklichsten Kriegsfotos und dazu die Portraits jener 135 Fotografen, die in Ausübung Ihres Berufes ihr Leben ließen. Die Fotos rufen Bilder wach einer schrecklichen und gewalttätigen Zeit mit ihren zivilen und militärischen Opfern und erinnern an die Gesichter und Biographien der Männern und Frauen, die diese Fotos gemacht haben.

Sie dokumentieren einen Krieg, der in der Zeit der Standbilder begann und in der Zeit der weltweit übertragenen Videos via Satellit endete. Diese Fotografen gaben der Welt etwas Besonderes, eine bemerkenswerte Dokumentation eines fernen Krieges. Viele dieser Aufnahmen entstanden, als es den meisten egal war, was sich im Kriegsgebiet abspielte. Sie machten Bilder, die lange nachwirken – weit über die Kriegsdauer hinaus. Heute sind Fotos wie diese Teil unseres kollektiven Gedächtnisses.

Sie erfüllen heute eine weitere Funktion: Angesichts der Tatsache, daß es letztendlich Fotos aus dem Vietnamkrieg waren, die die Massen mobilisierten und den Krieg beendeten – wem fiele nicht das kleine Mädchen Kim Phuc ein, daß schreiend und weinend dem Napalm-Feuer entflieht – stellt sich heute, 30 Jahre später und nach weiteren Kriegen in aller Wett, bis hin zum Kosovo-Krieg vor unserer eigenen Haustür, die Frage: Können Bilder Kriege beenden? Wie weit reicht die Macht der Bilder in unserer Zeit?

General a.D. Gerd Schmückle sagte im April 1999 in einem Interview zur Rolle der Bilder, zur Funktion der Medien: "Vor allem spielt das Fernsehen eine neue Rolle. Es kann Kriege auslösen. Es kann aber auch einen Krieg beenden." Kriege bringen heute Quoten. Aber die Medien können auch Kriege beeinflussen.

Das REQUIEM Fotoprojekt wurde konzipiert, um den getöteten Fotografen aller Seiten der Kriege Respekt zu zollen und ein Denkmal zu setzen. Sie haben ihr Leben zwischen 1946 und 1979 in Vietnam, Laos und Kambodscha verloren. Dazu zählen etwa der deutsche Fotograf Dieter Bellendorf oder Robert Capa, um nur die bekanntesten zu nennen.

Der britische Fotojournalist Tim Page plante dieses Projekt, nachdem er Beweise entdeckte, die den Tod zwei seiner besten Freunde, Sean Flynn und Dana Stone, belegten. Sie wurden als Gefangene der roten Khmer umgebracht. Horst Faas war der Cheffotograf der Associated Press in Vietnam von 1962 bis 1977. Er half Page das Projekt zu koordinieren und umzusetzen.

Während Page und Faas in Vietnam waren, wurden viele internationale Fotografen, die auf Seiten der Südvietnamesen, der Amerikaner und ihrer Alliierten arbeiteten, in Ausübung ihrer Tätigkeit getötet, verwundet oder als vermißt gemeldet. Auch Faas und Page wurden schwer verletzt.

Das Projekt hat an Bedeutung gewonnen, als die nordvietnamesischen Behörden, die vietnamesische Nachrichtenagentur (VNA) und das ehemalige Vietkong (südvietnamesisch) mit Page und Faas über die im Krieg getöteten Fotografen sprachen. Dies war das erste Gespräch dieser Art. Es konnten biographische Fotodokumente von einundsiebzig kommunistisch-vietnamesischen Fotografen, die im Krieg ums Leben kamen, gesichtet werden. Mehrere hundert Fotos dieser Fotografen und andere wichtige Dokumente wurden Page und Faas zugänglich gemacht.

Diese Fotografien ermöglichten eine neue Qualität der Vietnamkriegsberichterstattung. Viele dieser Fotos wurden auf den gleichen Schlachtfeldern aufgenommen, auf denen westliche Fotografen starben.

Das Projekt wurde um jene Fotografen erweitert, die im französischen lndochinakrieg (1946-1954) starben. Die Fotografen, die in den Auseinandersetzungen zwischen den zwei lndochinakriegen (1954-1956) starben, sowie jene, die in Kambodscha und Laos ums Leben kamen, wurden ebenfalls in das Projekt aufgenommen. Die letzte Gruppe schließt mehrere kambodschanische Fotografen, die von den roten Khmer ermordet wurden, mit ein.

Aufgrund der Fotografien in diesem Buch wurde später eine Ausstellung konzipiert, die in den Vereinigten Staaten, Japan und jetzt auch in Vietnam gezeigt wurde.

Das Buch dokumentiert das Leben und Schaffen der 135 Fotografen.

 

 

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© BERNS photographie Verlag, 2005